Brähler-Preis - Remscheid
Pianistin Alissa Bell erhält Brähler-Sonderpreis
Die 15-jährige Pianistin Alissa Bell ist Trägerin des Heinz-Jürgen-Brähler-Preises, der am Wochenende im Rahmen des 31. Lions Musikwettbewerbs des Distrikt 111 Westfalen-Ruhr in Wuppertal als Sonderpreis erstmals vergeben wurde. Anke Karrasch, Kabinettsbeauftragte für den Musikpreis, und ihre Freundinnen vom Lions Club Wuppertal-Corona, die den in diesem Jahr für Klavier ausgeschriebenen regionalen Wettbewerb in der Wuppertaler Musikhochschule ausrichteten, hatten die neue Auszeichnung angeregt, um das jahrelange leidenschaftliche Wirken des vor fünf Jahren gestorbenen Remscheider Lionsfreundes Heinz-Jürgen Brähler für die Förderung des besonders talentierten musikalischen Nachwuchses in der Region zu würdigen.
Der Lions Club Remscheid hatte die Anregung der Wuppertaler Lionsfreundinnen nur zu gerne aufgegriffen und den neuen Sonderpreis mit 500 Euro dotiert. Acht Mal alle zwei Jahre hatte Brähler seinen Wettbewerb „Jugend spielt Klassik" (auf diversen Instrumenten, dazu ein Extra-Wettbewerb für Klavier-Studierende) für den Lions Club in Remscheid ausgerichtet.
In Wuppertal war jetzt zusammen mit vielen andere jungen bis sehr jungen Pianistinnen und Pianisten Alissa Bell an den Start gegangen, um im Vortragssaal der Musikhochschule nicht nur das Publikum, sondern auch die Jury mit hoch entwickelter pianistischer Kompetenz zu beeindrucken. Es ging um diverse erste bis dritte Preise, auch um die Weiterleitung zur nächsthöheren Ebene des Lions Musikpreises, um Nachwuchspreise und eben auch um den Brähler-Sonderpreis, der Alissa Bell zugesprochen wurde.
Die junge Dame kommt aus Essen und nimmt dort Unterricht an der Folkwang Musikschule. Der 31. Lions Musikpreis des Distrikts war ihr erster Wettbewerb. Sie spielte den zweiten Satz aus Mozarts F-Dur-Sonate KV 332, Mendelssohn-Bartholdys Fantasie fis-moll op.28 und „Proteus" aus dem Makrokosmos I des Zeitgenossen George Crumb. Das gefiel der Jury aus Oliver Drechsel (Konzertpianist aus Monheim), Prof. Agelika Merkle (Musikhochschule Frankfurt) und Prof. Bart van de Roer (Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf), zu denen sich für die Vergabe des Brähler-Sonderpreises auch der Remscheider Musikbeauftragte Jörg Martin Kirschnereit mit seiner Expertise gesellte.
Kirschnereit übergab die von Lionsfreund Stefan Böhmer gestaltete Preis-Urkunde an Alissa Bell zusammen mit Barbara Brähler, die sich davon berührt zeigte, wie das Anliegen ihres verstorbenen Gatten hier gewürdigt wurde. „Das hätte ihm ganz sicher sehr gefallen."
Im nächsten Jahr wird der Lions Musikpreis des Distrikts in Wuppertal für Geige ausgeschrieben. Es darf als sicher gelten, dass es wieder einen Heinz-Jürgen-Brähler-Sonderpreis gibt.





